Balintgruppe

Hauptthema in der Balintgruppe ist die Beziehung zwischen Arzt und Patient. Sie bietet Medizinern und Therapeuten aller Fachrichtungen die Möglichkeit, Probleme mit bestimmten Patienten unter tiefenpsychologischen Gesichtspunkten zu betrachten und besser zu verstehen. Das wichtigste methodische Element der Balintgruppenarbeit ist der freie Bericht über eine bedeutsame Patientenbegegnung. Die Gruppe untersucht dann gemeinsam im strukturierten kollegialen Gespräch die daraus erkennbare Arzt-Patient-Beziehung. Es entsteht dadurch ein erweitertes Bild vom Patienten, welches dem Arzt oder Therapeuten später einen veränderten, hilfreichen Zugang zum Patienten ermöglicht. Der Prozess der Fallbesprechung folgt dem Modell einer fünfstufigen Vorgehensweise: Beobachtung und Distanzierung, Inventarisierung, Situative Ermutigung, Verbalisation und Zielerweiterung.

Ziel dieser speziellen Methode der Balintarbeit ist es, die stabilisierenden und vitalisierenden Fähigkeiten von Patienten aufzudecken und zu fördern und zugleich ressourcenorientiert seine Beziehungen zu reflektieren. Dabei sind orientalische Geschichten und Elemente der „Volkspsychotherapie“ im Sinne eines Perspektivenwechsels hilfreich.

Die Balintgruppenarbeit ist seitens der Ärztekammer Westfalen-Lippe für die ärztliche Weiterbildung anerkannt und zertifiziert.

Sie findet einmal monatlich mittwochs (1 Dstd.) und samstags (3 Dstdn.) statt.

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